Meiner Meinung nach sollte das immer von Gewohnheiten abhängen, weil kein Mensch lebt in einem Prospekt. Die einen sind entspannt, wenn gekocht wird oder etwas Zeit herumliegt, aber andere machen schon abwischreife Tassen nervös. Die Wohnküche hat halt den Vorteil, dass sie, etwa wenn Besuch da ist oder die Familie am Tisch sitzt, niemand wirklich abgetrennt ist. Zudem bekommt man immer halbwegs mit, was Kinder im Wohnbereich treiben.
Gleichzeitig ist es halt so, dass die Gerüche wandern, der Dunstabzug hörbar läuft, die Küche vom Sofa zumindest mal in den allermeisten Fällen sichtbar ist und dass Spülmaschine, Kühlschrank auch irgendwie zum Wohnzimmer gehören. Das würde mich schon speziell unmittelbar nach dem Essen nerven.
Deswegen ist die halboffene Option mit einer Schiebetür, breiten Glastür, halbhoher Wand, Durchreiche, was auch immer zum Grundriss passt, die beste Option. Die ist halt ein ordentlicher Kompromiss, weil dann hat man Kontakt und Licht, kann aber bei Fisch, Zwiebeln, Bratenchaos oder Spülmaschinenkonzert auch einmal dichtmachen.
Ich würde grundsätzlich sehr viel Wert auf Stauraum, leise Geräte und wirklich gute Abluft, wenn es komplett offen sein muss, legen.